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Ein Blogbeitrag von Naturvermittlerin Edith Weiß
Liebe WeggefährtInnen am Lebensweg,
als ortsansässige Natur- und Landschaftsvermittlerin darf ich eine freudige Nachricht von der Etappe 7 überbringen: die Gemeinde Albrechtsberg hat keine Kosten und Mühen gescheut, den Rosstümpelsteg renoviert und für die Benützung freigegeben!
Was aufs Erste nach nichts Besonderem klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als große Herausforderung und als wahrer Kraftakt für eine kleine, aber feine Gemeinde, deren Einwohner meist wenig in Berührung kommen mit dem Thema Weitwandern und wo sich der Tourismus noch kaum bemerkbar macht. Dennoch wurde dankenswerter Weise die Wichtigkeit des Steges erkannt, denn sein Fehlen unterbrach mehrere wichtige Verbindungen und führte zu weitläufigen Umleitungen, fernab von der wunderbar idyllischen, originalen Streckenführung direkt entlang des Flusses.
Die alte Lauffläche samt Unterkonstruktion aus Holz war über die Jahrzehnte durch die Feuchtigkeit zu morsch geworden, der Steg wurde deshalb aus Sicherheitsgründen vor längerer Zeit gesperrt. Behördenwege, Finanzierung und die Findung eines naturschonenden Montage-Zeitpunktes verlängerten die Wartezeit für Wanderer und Mountainbiker.
Etliche Wagemutige überquerten inzwischen - gewiss mit mulmigem Gefühl - trotzdem den alten morschen Steg. Andere Abenteurer durchquerten die Große Krems barfuß im kühlen Nass bei der Furt flussaufwärts, die nächsten nutzten die aufwändig beschilderte Umleitung über andere vorhandene Wanderwege und gewiss verschoben zahlreiche Lebensweg-Wandernde sogar diese Etappe, bis sie wieder im Original begehbar ist.
Nunmehr wurden die Ausbesserungsarbeiten im letzten Winter vorgenommen, solange der Boden gefroren war, der Wasserstand niedrig und bevor die heimischen Tiere, wie etwa brütende Vögel oder laichende Amphibien, zu sehr gestört werden. Die Route kann nun wieder wie in Wanderkarten angeführt begangen werden, Normalität kehrt ein – ein Prozess, der wie aufgelegt war für genau diese Etappe, die ja für den Lebensabschnitt 30 – 40 Jahre - Integration / sesshaft werden steht!
Man baut sich eine Existenz auf, mit Ausbildung, Partnersuche, Wahl des Lebensmittelpunktes, Nachwuchs... im Großen und Ganzen sammelt man zusammen, was ein erfülltes Leben ausmacht, richtet sich an einem Platz ein, integriert diverse Dinge ins Leben, die man als Kind und junger Erwachsener noch gar nicht am Schirm hatte, „schafft sich eine Existenz“ wie es so schön heißt. Und trotzdem kommt es vor, dass es dabei nicht ohne Hindernisse voran geht, unangenehme Ereignisse den geplanten Weg versperren. Wir alle kennen die Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt und gerade in diesem Lebensabschnitt, wo man so viele Aspekte dazubekommt, steigt natürlich auch die Chance, dass etwas nicht ganz nach Plan (oder Wanderkarte) läuft, wir Geduld und Toleranz aufbringen müssen, bis sich die Wogen glätten, wieder Normalität einkehrt. Erstaunlicherweise ergeben sich aber genau durch diese Umleitungen oder gar Unterbrechungen vom geplanten Weg oft neue Ansätze, Einblicke und Richtungen, denen man zuvor kaum Beachtung geschenkt hätte und erweisen sich im Nachhinein als Weg zum Glück. Nachdem unsere Gesellschaft nunmehr meist ziemlich fixe Vorstellungen verfolgt, wie das Leben auszusehen hat, gebraucht das Schicksal oft tiefe Einschnitte, um unsere Pläne abrupt zu durchkreuzen, aber eines ist gewiss: mit Hoffnung, Zuversicht und guten Wünschen geht es immer wieder auf einem positiven Weg voran!
Es freut mich persönlich immer wieder, wenn ich Gäste ein kleines Stück des Lebensweges begleiten und ihnen die Besonderheiten unserer artenreichen Natur näherbringen darf. Bei Interesse an einer geführten Wanderung kontaktieren Sie mich bitte gerne, nähere Infos dazu auf www.bluetenwald.at
Mit naturverbundenen Grüßen,
Edith Weiß
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